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Schutzgebiete im Weimarer Land

Auf dem Gebiet des Weimarer Landes sind derzeit 12 Natura 2000 –Gebiete (8 FFH-Gebiete und 4 Vogelschutzgebiete), 2 Landschaftsschutzgebiete, 7 Naturschutzgebiete, 28 geschützte Landschaftsbestandteile sowie 43 Naturdenkmäler ausgewiesen.

Natura 2000 – Gebiete
Natura 2000 ist ein EU-weites Netz von Schutzgebieten zur Erhaltung gefährdeter oder typischer Lebensräume und Arten. Es setzt sich zusammen aus den Schutzgebieten der Vogelschutz-Richtlinie (Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten) und den Schutzgebieten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen). Mit derzeit über 20 Prozent der Fläche der EU ist Natura 2000 das größte Schutzgebietsnetz weltweit.

FFH-Gebiete im Weimarer Land:

Name seit Beschreibung
Großer Ettersberg 1999 Daasdorf a.B. - Trockenrasen und Wald
Finne-Hänge bei Auerstedt 1999 Auerstedt - Kalk-Trocken- und -Pionierrasen
Unteres Ilmtal 1999 Wickerstedt - Bad Sulza, naturnaher Flusslauf der Ilm mit struktur- und artenreicher Aue
Ilmtal zwischen Bad Berka und Weimar mit Buchfarter Wald 1999 Bad Berka /großflächige Waldmeister- und Orchideen-Buchenwälder, Muschelkalkfelsen und -steilwände mit Pionier- u. Trockenrasens
Klosterholz 1999 Eichelborn - Gutendorf / naturnahe Laubmischwälder über Muschelkalk der Ilm-Saale-Ohrdrufer Platte
Muschelkalkhänge um Teichel und Großkochberg 1999 Neckeroda / Muschelkalk-Steilhänge auf Rötsockel mit Kalk-Trockenrasen, Kalkfelsen u. -schutthalden
Reinstädter Berge – Langer Grund 1999 Wittersroda / Muschelkalk-Steilhänge u. -Plateaulagen über Rötsockel, Kalk-Trockenrasen, Kalkfelsen mit Pionierrasen
Riechheimer Berg - Königstuhl 1999 Hohenfelden / Wald, Trockenrasen und Flachmoor

EU-Vogelschutzgebiete im Weimarer Land


Name seit Beschreibung
Ackerhügelland nördlich Weimar mit Ettersberg 2007 Teil des Innerthüringer Ackerhügellandes mit Ilmaue und ausgedehntem Kalk-Halbtrockenrasen am Südhang
Ilmtal zwischen Bad Berka und Weimar mit Buchfarter Wald 2007 Muschelkalk-Landschaft mit naturnahen Laubmischwäldern, insb. Buchenwäldern, großen offenen Kalkfelsen mit Pionierrasen sowie einem naturnah mäandrierendem Flusslauf
Muschelkalkhänge der westlichen Saaleplatte 2007 Magdala - Rand v. Muschelkalkhochfläche m. großflächigen Laubmischwäldern u. trockenwarmen Kiefernforsten, steil abfallende Hänge mit Kalkfelsen u. Schutthalden
Muschelkalkgebiet südöstlich Erfurt 2007

Hohenfelden - Flachwelliges Plateau des Oberen Muschelkalks am Südrand des Thüringer Beckens mit reich strukturierten Eichen-Hainbuchenwäldern, Waldwiesen, Kalk-Halbtrockenrasen, lichten

Kiefernforsten sowie Hangquellmooren und Grünland am Übergang zum Rötsockel

Landschaftsschutzgebiet (LSG):

Landschaftsschutzgebiete sollen der Erhaltung und Entwicklung der Natur dienen, Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes sollen beseitigt und die Leistungs- und Funktionsfähigkeit wieder hergestellt werden.
Landschaftsschutzgebiete werden nicht ausgewiesen bei vollkommen unberührter oder intakter Natur, sondern insbesondere dann, wenn Landschaften eine besondere kulturhistorische Bedeutung oder eine Bedeutung für die Erholung haben. Das kann eine Heidelandschaft sein, die erst durch die Beweidung entstanden ist, oder Flussauen, die oft und gerne zur Erholung genutzt werden.

Landschaftsschutzgebiete im Weimarer Land:

 

Name

seit

Beschreibung

Mittleres Ilmtal

1960

Kranichfeld - Mellingen / Fließgewässer, Grünland, Wald

Schötener Grund

1970

Apolda / Wald

 

Naturschutzgebiet (NSG):

Ein Naturschutzgebiet ist ein streng geschütztes Gebiet zur Erhaltung von Ökosystemen. Dies beinhaltet den Schutz von Pflanzen- wie auch von Tierarten.
Als Naturschutzgebiete können Flächen auch ausgewiesen werden, wenn sie aus wissenschaftlichen oder naturgeschichtlichen Gründen, sowie wegen ihrer Seltenheit oder besonderen Schönheit schützenswert sind.
Darunter zählen beispielsweise Biotope wie Moorlandschaften, Heideflächen, Gebirgslandschaften oder Wälder.


Naturschutzgebiete im Weimarer Land:

 

Name seit Beschreibung
Diebskammer 1961 Gutendorf / Wald, Niederwald
Großschwabhäuser Hain 1996 Döbritschen / Wald
Lohholz 1995 Eckolstädt - Hirschroda / Wald
Maientännig 1961 Kranichfeld / Wald, Weißtannen
Seeteich Blankenhain 1996 Blankenhain / Standgewässer, Schilf
Südhang Ettersberg 1997 Gaberndorf / Trockenrasen
Weißenberg 1967 Wittersroda / Wald, Felsen

Naturdenkmal:

Das Naturdenkmal ist ein Landschaftselement, das unter Naturschutz steht. Hierbei kann es sich ein Einzelobjekt oder ein Gebiet von einer Flächengröße bis 5 Hektar handeln.
Letzteres ist ein Flächennaturdenkmal und als solches klar von seiner Umgebung abgegrenzt.

Naturdenkmäler im Weimarer Land:

 

Name

seit

Beschreibung

1. Ginkgobaum

1989

Apolda / Einzelbaum

2. Ginkgobaum

1989

Apolda / Einzelbaum

Alte Linde am Bahnhof Eckartsberga

1966

Reisdorf / Einzelbaum

Alte Linde Gemeinde Herressen

1966

Herressen / Einzelbaum

Alte Linde Gemeinde Stobra

1960

Stobra / Einzelbaum

Altwasser der Saale bei Weichau

1962

Großheringen - Weichau / Standgewässer

Apfelbachgrund

1990

Apolda / Standgewässer und Wiesen

Baumbachlinde

1968

Kranichfeld / Einzelbaum

Eibe auf dem Friedhof

1968

Saalborn / Einzelbaum

Eiche am Weg nach Stedten

1968

Kranichfeld / Einzelbaum

Eine Eiche

1968

Utzberg / Einzelbaum

Erdfall bei Tonndorf

1990

Standgewässer im Wald

Erratische Blöcke

1968

Bechstedtstraß / Geologisches Denkmal

Erratische Blöcke

1968

Utzberg / Geologisches Denkmal

Erratischer Block

1968

Großkromsdorf / Geologisches Denkmal

Fuchsscher Winkel

1990

Hohenfelden / Magerrasen, Wald und Orchideen

Fünf Erratische Blöcke

1990

Ulla / Geologisches Denkmal

Fünf Linden

1990

Lengefeld / Einzelbäume

Harrasberg

1989

Schmiedehausen / Trockenhang

Herthasee

1968

Bad Berka / Laichgewässer im Wald

Hinter der Neuglände

1977

Neckeroda / Lichter Kiefernhochwald

Hoher Berg

1968

Niederzimmern / Magerrasen

Koniferen am Steinhäuschen

1968

Tannroda / markanter Altbaumbestand

Kuhschellenhang bei Thangelstadt

1990

Magerrasen

Linde unterhalb des Kötsch

1990

Kiliansroda / Einzelbaum

Linden an der Ullaer Marke

1990

Hopfgarten / Einzelbäume

Lindenallee nach Vollradisroda

1968

Großschwabhausen / Allee

Lindengruppe "Neun Linden"

1990

Hochdorf / Einzelbäume

Madonnalinde

1990

Hohenfelden / Einzelbaum

Obstgarten am Kesselborne

1990

Apolda / Streuobstwiese

Pfiffelbacher Seggenried

1990

Standgewässer und Röhricht

Scheibengrube

1968

Tonndorf / Erdfall, Standgewässer, Gehölz

Schliffläche bei Herressen

1984

Apolda - Herressen / Röhricht

Tongrube Nauendorf

1990

Röhricht

Waldteiche im Klosterholze

1990

Ettersburg / Standgewässer

Walnuß Straße Kranichfeld - Rittersdorf

1968

Rittersdorf / Einzelbaum

Wickerstedter Tümpel

1990

Standgewässer

Wolfgangsee bei Blankenhain

1990

Schwarza / Standgewässer im Wald

Zwei Eichen

1968

Stausee Hohenfelden /Einzelbäume

Zwei Erdfälle

1968

Vollersroda / Teichflächen, Laichgewässer

Zwei Gemeine Roßkastanien

1968

Tonndorf / Einzelbäume

Zwei Linden

1968

Gutendorf / Einzelbäume

Zwei Linden

1990

Hohenfelden / Einzelbäume



Geschützter Landschaftsbestandteil (gLB):

Ein geschützter Landschaftsbestandteil (gLB) ist rechtsverbindlich festgesetzter Teil von Natur und Landschaft. Ein besonderer Schutz ist notwendig zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts und zur Belebung, Gliederung oder Pflege des Orts- oder Landschaftsbildes. Des Weiteren zur Abwehr schädlicher Einwirkungen oder wegen ihrer Bedeutung als Lebensstätten bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten. Der Schutz kann sich in bestimmten Gebieten auf den gesamten Bestand an Alleen, einseitigen Baumreihen, Bäumen, Hecken oder anderen Landschaftsbestandteilen erstrecken.

Geschütze Landschaftsbestandteile im Weimarer Land:

 

Name

seit

Beschreibung

Abseite (Teilfläche)

1994

Ottstedt a. Berge / Wald

An der Hardt Tannroda

1994

Kranichfeld / Wald

Erdfälle Eichelborn

2000

Eichelborn / Standgewässer

Erfurter Tal

1994

Bad Berka / Orchideenwiese

Erlengrund Oberndorf

1996

Oberndorf / Wald

Fischteiche Daasdorf

1994

Daasdorf b. B. / Standgewäser

Gemeindeberg Weichau

1996

Großheringen - Weichau / Wald

Grammewald

1994

Niederzimmern / Bachlauf, Trockenrasen

Graureiherkolonie Vollersroda

1994

Vollersroda / Brutkolonie Graureiher

Großer und Mittlerer Egelsee

1994

Tonndorf / Standgewässer und Feuchtwiesen

Haubachtal

1994

Kranichfeld / Bachaue, Feuchtwiese, Teich

Heichelheimer Ried

1994

Daasdorf b. B. / Standgewässer, Magerrasen

Hühnerrücken Schellroda

2000

Schellroda / Trockenrasen

Igelsee Nohra

1994

Obergrunstedt / Teich mit Röhricht, Schilffläche

Im Gottesholz

1994

Toistedt bei Isseroda / Wald, Orchideen

Kalksteinbruch bei Bad Berka

1994

Bergern / Steinbruch

Kammerierswiese

1998

Kleinobringen / Feuchtwiese mit Bachlauf

Moossee

1994

Eichelborn / Standgewässer, Feuchtwiese

Neumärker Ried

1994

Berlstedt SÖ Neumark / Feuchtwiesen, Röhricht

Osthang Stausee Krautheim

1994

Krautheim / Magerrasen, Streuobst

Rabenschwanz Kapellendorf

1996

Kappellendorf / Wald

Speicher Schwerstedt

1994

Schwerstedt / Standgewässer

Stauwurzelbereich Krautheim

1994

Ktautheim / Standgewässer

Steinbruch Krähenhütte

1996

Bad Sulza /Steinbruch, Magerrasen

Utenbacher Schweiz und Steingraben Flurstedt

1998

Flurstedt / Wald

Weisen am Wasserhäuschen Bechstedtstraß

1994

Eichelborn / Wiesenbrütgebiet

Weisendickicht Tannroda

1994

alte Korbweiden

Vier Linden/Steinkleber

2007

Auerstedt

Schützenberg/Klinge

2007

Auerstedt

Weinstraße (nur Baumbestand entlang des Weges)

2007

Bad Sulza, Auerstedt bis Pfiffelbach, Oberreißen